… und eines Tages kam der GIST

Dieses Buch gibt es als

Taschenbuch im Format A5 mit 488 Seiten (Herbstmotiv) und als

Gebundene Ausgabe im Hardcover Format 17 x 22 cm mit 500 Seiten (Wintermotiv)

und auch als eBook (ohne Bilder) bei Amazon.

 

Biografie in Kurzgeschichten erzählt von der Jugendzeit bis heute. Die letzten Kapitel handeln dann überwiegend von der GIST-Erkrankung, den Operationen und der Therapie mit Glivec und Sutent.


Leseprobe Kapitel „Der GIST zeigt sich in voller Größe“

In solchen Momenten leiden Angehörige mehr, als der Kranke selbst. Während ich als Betroffener davon kaum etwas mitbekommen habe, war es für meine Frau doch sehr schlimm. Sie hat sich beim Korrekturlesen dieses Kapitels sehr schwer getan, was ich gut verstehen kann.

 

Colonuntersuchung, Gastroskopie und Röntgen des Dünndarms am Montag ergaben keinen Befund, und eine Blutungsquelle war wieder nicht erkennbar. Die folgende Sonografie zeigte dann aber eine große Raumforderung im rechten Unterbauch. Zunächst hieß es „Sie haben da wohl ein doppeltes Organ“. Für den folgenden Mittwoch wurde die Operation eingeplant. Um was es ich da im Bauch handelt und was gemacht werden muss, konnte und sollte erst bei der Operation festgestellt und entschieden werden. Ich habe von den ganzen Untersuchungen auch nur wenig mitbekommen. Ich weiß nur noch, dass mir bei der Gastroskopie (Magenspiegelung) richtig schlecht wurde und die Prozedur wiederholt werden musste. Hätte ich auf meine Frau gehört, hätte ich mir eine Betäubung geben lassen – der Arzt hatte mich danach gefragt. Aber ich dachte, das stehst du auch so durch. Hatte ich ja im Jahr davor auch ohne Probleme überstanden.

 

Während der Operation hat man mir dann nach dem ersten großen Bauchschnitt (weitere folgten im Laufe der Jahre) einen kindskopfgroßen Tumor am Dünndarm (Jejunum, der Leerdarm) und sicherheitshalber Teile des Darms links und rechts vom Tumor entfernt. Auch am Ende des Dünndarms (Ileum) wurde ein Teilstück entfernt.

 

Das war die Diagnose, die mein Leben verändern sollte: Ich habe Krebs! Krebs, von dem man so viel gehört hatte, von dem fast jede Woche im Radio oder Fernsehen zu hören war, wenn eine bekannte Person daran erkrankte oder starb. …